Ich habe mal eine Frage an die Elektrik-Spezialisten hier im Forum;
Bei meinem Xr3i (102Ps EFi) besteht folgendes Problem:
Im Leerlauf bewegt sich die Drehzahl so zwischen 850 und 1100 1/min mit einem Geräusch als ob der Motor Zündaussetzer hätte. Ziehe ich den Stecker vom Ansaug-Temperatursensor ab läuft er normal und hält auch die Leerlaufdrehzahl konstant. Wenn der Motor dann so 20 Minuten im Stand gelaufen ist, fängt er an selbstständig Gas zu geben und dreht so bis ca. 2500 1/min hoch.
Jetzt hab ich mal mein Diagnosegerät drangehängt und folgende Fehler herausbekommen:
- Servicestecker Oktan 1
- Ansauglufttemperaturgeber Spannung zu hoch
- Drosselklappenpoti Spannung zu niedrig
Den Temperaturgeber hab ich schon gewechselt, nur leider ergab das keine Besserung. Den Drosselklappenpoti werde ich als nächstes wechseln. Nur den Fehler mit dem Servicestecker kann ich mir nicht erklären. Daher überlege ich, ob eventuell das Steuergerät eine Macke haben könnte.
Falls einer von euch schon mal ein ähnliches Problem gehabt hat oder sich den Fehler anderweitig erklären kann wäre ich für Tipps und Lösungsvorschläge sehr dankbar um meinen Essi wieder gescheit ans laufen zu bekommen. _________________ Hubraum ist nur durch mehr Hubraum zu ersetzen!!!
Zuletzt bearbeitet von Daniel 2188 am 22.01.2012, 10:06, insgesamt 3-mal bearbeitet
Aber hat die EFi denn ein richtiges Leerlaufregelventil? Eigentlich ist da doch nur dieser Zuluftschieber der mehr oder weniger Luft zur Ansaugbrücke durchlässt. Daran hab ich auch schon gedacht; aber wenn das Steuergerät im Notlaufprogramm läuft, sobald ich den Ansaugtemperatursensorstecker abziehe, funktioniert der Zuluftschieber ja die erste Zeit einwandfrei. Ich hatte eher den Eindruck, dass der Zuluftschieber ein falsches Signal bekommt und dann zu weit öffnet, und dann versucht das Steuergerät den Leerlauf wieder einzuregeln.
(Zuluftschieber ist auf dem Foto zwecks Reinigung ausgebaut) _________________ Hubraum ist nur durch mehr Hubraum zu ersetzen!!!
Zuletzt bearbeitet von Daniel 2188 am 20.11.2011, 19:41, insgesamt einmal bearbeitet
Nach der reinigung hatte ich noch mehr Probleme als vorher .
Wenn du im Stand mal richtig aufs Gas trittst, regelt er danach wieder gut im Leerlauf oder geht er aus ?
Also nach der Reinigung war der Leerlauf wie vorher. Ich denke mal das Problem liegt bei der Ansteuerung des Leerlaufventils. Nur leider weiß keiner genau von welchen Sensoren die Ansteuerung abhängig ist, auch die meisten Werkstätten nicht (auch Ford-Werkstätten). Unter Last läuft der Motor perfekt; nimmt das Gas wunderbar an und zieht auch ordentlich. Das Problem liegt nur im Leerlauf vor und da bald die AU ansteht mache ich mir etwas Sorgen ob er die besteht. _________________ Hubraum ist nur durch mehr Hubraum zu ersetzen!!!
Ich könnte mal bei mir im Geschäft fragen arbeite auch bei Ford.
Vielleicht hat da jemand ne ahnung.
Wir haben auch noch ein Paar Unterlagen kann da mal schauen wo es angeschlossen wird.
Wird aber diese Woche nichts mehr da ich Prüfung habe.
Das Leerlaufregelventil ist in ordnung wenn es regelt.Und der wichtigste Input für dieses Ventil ist immer Temperatur vom Wasserkreislauf Motor.Deshalb würd ich es mal mit dem Wasser Tempgeber versuchen.Mußt halt nur den richtigen finden da ja auch noch einen für den Lüfter hast usw.
Drosselklappensensor wird es aber auch nicht sein da die in der Regel nur sagen (Offen) sprich Kontakt oder eben nicht Kontakt.Der muss eben nur richtig justiert sein.Aber da war ja wohl niemand dran....
Äm Fordmensch,ich glaube was Du meinst ist bestimmt der Geber für die Anzeige im Cockpit.
Den ich meine sitzt meistens im Bereich der Ansaugbrücke wo auch Lüftergeber oft installiert sind.Aber ich kann das nicht genau sagen da ich mich nur mit der KE etwas auskenne und nicht mit der EFI.
Vielleicht kann mal ein EFI Spezi etwas dazu sagen.
Was mich nur wundert ist, dass der Motor ruhig läuft wenn ich den Ansaugtemperaturgeber-Stecker abziehe. Im Schaltplan habe ich noch einen Co-Wert-Regelwiderstand gefunden, nur leider hab ich keine Ahnung wo ich den im Motorraum finden soll. _________________ Hubraum ist nur durch mehr Hubraum zu ersetzen!!!
Ja hab ich auch gedacht; aber bei Erreichen der Betriebstemperatur (bei abgezogenem Stecker) fängt er ja an sebstständig Gas zu geben, demnach werden ja wohl doch noch irgendwelche Sensoren abgefragt, oder irre ich mich da etwa? _________________ Hubraum ist nur durch mehr Hubraum zu ersetzen!!!
der kühlmitteltemp fühler fürs steuergerät sitzt hinten im ansaugbrückenflansch.
ein weiterer stöfaktor wird wohl auch der ansauglufttemp fühler. wenn der
falsche werte ans stg gibt regelt der auch sch... es könnter aber auch das
drosselklappenpoti sein. die efi's haben da shonmal ganz gern probleme mit.
kenn da was von. überprüf aber auch mal den ölschlammfilter oder wie das teil
auch immer heisst, oben links am ventildeckel. wenn der dicht sitzt, läuft der
auch wie nen sack muscheln und spinnt mit die drehzahl rum. _________________ 3x Alf, 1x Efi Bj.89; 1x KE Bj.88;1x hoffentlich bald zum ST220 umgebaut
Was mir noch einfällt ist das der EFI doch einen Kat hat.Die Motorwarmlaufphase ist in der Regel nach wenigen Minuten abgeschlossen,also keine 20 Minuten.Das abziehen des Ansaulufttempsensor sollte für den Motor ja auch kein Normzustand dastellen und hat mit dem hochdrehen nach 20 Minuten bestimmt nichts zu tun.
Was also möglich sein könnte ist das die Lamdasonde nach warmlaufen falsche Werte liefert und der Motor dann mucken macht.Das würde zum,indest von der Zeit her eher passen.
Natürlich könnte auch noch ein weiteres Problem vorliegen,das muß man eben Punkt für Punkt abarbeiten.
Die Drosselklappe ist normalerweise nur ein Schalter,hörste auch wenn Du sie von Hand bewegst.Glaub nicht das es sie ist,aber kann man auch den Wiederstandswert messen und den Schaltpunkt einstellen.Aber was soll sich da im Leerlauf tun und es hat ja bestimmt niemand daran herumgespielt.
Ich wundere mich, dass noch keiner früher auf die Lambdasonde gekommen ist.
Die ist in der Tat der Hauptverdächtige. Ich hatte auch einen hohen Leerlauf wenn er warm war, und das kurz vor dem TÜV Termin. Habe dann den Stecker vom LLRV gezogen, aber der TÜVer hats gemerkt. Der Abgastester hats mir dann bestätigt, neue Sonde rein und er lief wieder im Soll.
Komisch, wenn ich den Stecker vom LLRV abziehe sackt die Leerlaufdrehzahl soweit ab das er ausgeht. Die Lambdasonde hab ich auch schon ausgetauscht; fällt also auch als Fehlerquelle weg. Ich hab ja auch nicht permanent eine hohe Leerlaufdrehzahl, sondern Schwankungen. _________________ Hubraum ist nur durch mehr Hubraum zu ersetzen!!!
Das er nach abziehen des LLRV aus geht ist meine ich normal da das Ventil so in einer Stellung geht das die Ansaugluft einfach nicht mehr ausreicht mit der zum Kaltstart eingespritzten zusätzlichen Spritmenge.
Ich glaube wir sind jetzt auch bald alles durch was die Ferndiagnose angeht.
So, ich denke, ich bin schon mal ein ganzes Stück weiter. Die Zündspule hatte nen Riss => neue eingebaut. Die Leerlaufschwankungen sind fast weg nur das selbstständige Gas geben ist noch vorhanden. Dann hat irgendein "sehr schlauer" Mensch ein neues Kabel gezogen weil das alte wohl einen Bruch hatte. Es ist ein braunes Kabel kommend von Anschluss 46 am Steuergerät. An dem Kabel hängt ein Kontakt vom Lufttemperaturgeber, vom Motortemperaturgeber, vom Drosselklappengeber, vom MAP-Sensor und vom C/O-Wert-Regelwiderstand. Nur Letzteren habe ich noch nicht gefunden. Ich schätze mal ich komme nicht drumherum mal alle Leitungen durchzumessen. _________________ Hubraum ist nur durch mehr Hubraum zu ersetzen!!!
Die Drosselklappe ist normalerweise nur ein Schalter,hörste auch wenn Du sie von Hand bewegst.Glaub nicht das es sie ist,aber kann man auch den Wiederstandswert messen und den Schaltpunkt einstellen.Aber was soll sich da im Leerlauf tun und es hat ja bestimmt niemand daran herumgespielt.
Die Drosselklappe hat nen Poti. Kein Schaltpunkt wie der KE. Wenn die schleifkontakte im Poti verschlissen sind,
gibt dieses falsche Widerstandwerte ans STG. Die Potis beim 4er EFi sind da anfällig. Von jetzt auf gleich üble
sprünge der Widerstandswerte gehabt. Das Ding erneuert, schon lief er besser. _________________ 3x Alf, 1x Efi Bj.89; 1x KE Bj.88;1x hoffentlich bald zum ST220 umgebaut
Die verschlissenen Poti-Kontakte scheinen ja ein richtiges Ford-Problem zu sein; sind ja beim 3er und 4er Fiesta, beim Sierra und beim Ka auch ein großes Problem. Aber was mich noch stört, ist die Fehlermeldung des Oktan-Servicekabels. Vom 1,6 Escort EFI hab ich leider keinen Schaltplan, aber einen vom Fiesta XR2i und dort ist der Stecker offen, also dort ist ein Blindstopfen drin - so kenn ich das auch von anderen Ford-Modellen. Aber bei mir ist der ein Stecker eingesteckt der ein Ader hat; nur leider konnte ich noch nicht lokalisieren, wo diese endet; das werde ich am Wochenende mal in Angriff nehmen. _________________ Hubraum ist nur durch mehr Hubraum zu ersetzen!!!
Frechdachz Mitglied der Elite
Anmeldedatum: 19.05.2011 Beiträge: 206 Wohnort: Up de schnieké Pläte
Verfasst am: 24.11.2011, 16:39
Hey , sage mal die Farbe deiner Einzigen Ader...
Vllt finde Ich was raus.
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Also ich meine die Farbe wäre Orange oder Braun gewesen. Der Stecker liegt oberhalb des Ausgleichsbehälters.
Kann dazu momentan leider nicht mehr sagen, weil sich der Zug aus dem Motorhaubenschloss gelöst hat. Deswegen lässt die sich derzeit nicht öffnen. Da muss ich mir morgen mal Gedanken machen, wie ich die wieder auf bekomme; wäre ja auch zu schön wenn immer alles problemlos klappen würde. _________________ Hubraum ist nur durch mehr Hubraum zu ersetzen!!!
@RS1800i dein Tipp war Gold wert; keine fünf Minuten und die Haube war auf - der Zug hatte sich gelöst weil am Ende des Zuges die Kunststofftülle gefehlt hat
@Frechdachz Also der Stecker hat eine braun-rote und eine braun-blaue Ader und die braun-rote Ader wird nach dem Stecker als braune Ader weitergeführt (siehe Foto). Laut Schaltplan vom XR2i ist der Stecker zur Zündzeitpunkt- und zur Leerlaufeinstellung vorgesehen und demnach offen um ein entsprechendes Lesegerät unzuschließen, denke ich.
Hab heute mal den Supergau inszeniert, sprich bis auf MAP-Sensor und Kurbelwellenpositionsgeber sämtliche Stecker von den übrigen Sensoren abgezogen, um zu sehen, ob das Steuergerät im Notlauf korrekt arbeitet. Im Notlauf liegt die Leerlaufdrehzahl bei ca 1400 1/min und bei abgezogenem Stecker vom Leerlaufregelventil sinkt sie auf 950 1/min, also im Normbereich, aber wie schon erwähnt bei abgezogenem Stecker; Das sollte ja eigentlich nicht der Fall sein, oder? _________________ Hubraum ist nur durch mehr Hubraum zu ersetzen!!!
So, ich denke ich hab die Hauptschuldigen lokalisiert. Zum einen war die vom Vorbesitzer neu verlegte Ader falsch am Steuergerät angeschlossen und zum anderen hat der MAP-Sensor falsche Werte ans Steuergerät übermittelt. Mit nem anderen MAP-Sensor und der nun korrekt angeschlossenen Leitung läuft er nun wie eine Uhrwerk. Der Stecker für die Leerlaufeinstellung muss übrigens offen bleiben; bei mir war ein anderer Stecker angeschlossen, warum auch immer. Jetzt ist auch dieser Fehler nicht mehr vorhanden und da gibt mir sogar mein Diagnosegerät recht:
Demnächst werde ich noch den Drosselklappenpoti austauschen und dann kann der Tüv ja kommen. Nochmal herzlichen Dank an alle, die sich bei der Fehlerdiagnose beteiligt haben. _________________ Hubraum ist nur durch mehr Hubraum zu ersetzen!!!